Heimat- und Verkehrsverein Thomm
Thomm
Allgemeines...Theater...St. Nikolaus...Vorstand...Brunnen...Viezlied...Dorfchronik...Links...Impressum
Allgemeines
nach oben
Der Heimat- und Verkehrsverein Thomm wurde 1987 gegründet. Er hat heute 125 aktive und inaktive Mitglieder. Zum Verein gehören auch die 1988 gegründete Gesangsgruppe der "Boorspatzen" sowie die seit 1997 aktive Theatergruppe. Schwerpunkte der Vereinsarbeit sind die Verbesserung der dörflichen Infrastruktur (Ausschilderung von Wanderwegen, etc.), die Organisation von Ausflügen und Wanderungen, die Beteiligung an den dörflichen Festveranstaltungen und die Brauchtumspflege zu verschiedenen Anlässen. Vorsitzende des Vereins ist Hannelore Weber, 54317 Thomm, Tel. 06500/8211.

JungenwaldhütteJungenwaldhütteDie Jungenwaldhütte der Gemeinde Thomm kann über den Verein für Veranstaltungen angemietet werden, zuständig für Vermietungen und Wartung der Jungenwaldhütte sind Walter und Antonia Weber, 54317 Thomm, Tel. 06500/8321.

theatergruppe
17.01.2006 THOMM. Der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) Thomm ist in der Riege der gleich gesinnten Gruppierungen einer der Jüngsten. Allerdings ist es beachtlich, was er seit seiner Gründung im Jahre 1987 für den Ort und die Gemeinschaft geleistet hat. Man kann den HVV angesichts des hervorragenden Zusammenhalts und der gleich gelagerten Interessen der Mitglieder getrost als eine Vereinsfamilie bezeichnen. "Es ist einfach schön zu sehen, wie sich unsere Mitglieder im Sinne des Vereins engagieren und sich gegenseitig ergänzen", sagt die seit 1989 amtierende Vorsitzende Hannelore Weber. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Heimatgedanken und die Kulturpflege in der Gemeinde zu fördern und zu erhalten. Der Verein diene dem Wohl und den Interessen der Heimat. Er verfolge daher auch ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Die Vorsitzende: "So fließen alle unsere Einnahmen wieder in die Dorfgemeinschaft zurück." In den vergangenen Jahren konnte der Verein in dieser Weise rund 10 000 Euro in Projekte innerhalb des Ortes fließen lassen. Schon ein Jahr nach der Gründung baute er zum Beispiel den "Barbara-Bildstock" am Waldracher Weg und beschaffte dafür auch eine Barbara-Statue, die als Schutzpatronin der Bergleute gilt.
Die Aktivitäten und die finanzielle Unterstützung des Vereins sind vielfältig. Sie reichen von der Anschaffung von Ortseingangsschildern, der Pflege von Wanderwegen und Sehenswürdigkeiten oder der Brauchtumspflege am Vorabend des Nikolaustages. Sie gipfelte im vergangenen Jahr in der Schaffung und Mitfinanzierung eines sehenswerten Brunnens als prächtiger Dorfmittelpunkt. "Bei der Einweihung des Brunnens konnten wir Ortsbürgermeister Otmar Brittner aus unserer Vereinskasse zur Finanzierung 5000 Euro überreichen", erzählt die Vorsitzende. Wie und woher denn das ganze Geld in die Vereinskasse kommt? Nur durch die Mitgliedsbeiträge könne das nicht gelingen. Es müsse noch einiges an Zeit und Arbeit investiert werden. Das erreicht der Verein mit der Durchführung von Festveranstaltungen, der Vermietung der Jungenwaldhütte und den Einnahmen aus den Theateraufführungen. Seit 1997 hat der Heimat- und Verkehrsverein Thomm eine eigene Theatergruppe, die alle zwei Jahre ein hundertfaches Publikum begeistert. Natürlich ist es keine Frage, dass dabei die Mundart gepflegt wird – von der Begrüßung durch die Vorsitzende bis hin zum letzten Wort in der Schluss-Szene. Es gibt in der Gemeinde wohl keine Veranstaltung und kein Fest, wo die Vorsitzende auch im Auftrag der anderen Ortsvereine im perfekten Thommer Platt die Gäste begrüßt oder die Feier eröffnet. Damit bringt sie ihre Liebe zur Heimat zum Ausdruck. "Dieser Heimat die ihr zustehende Aufmerksamkeit und Liebe entgegenzubringen, sie für uns alle lebenswert zu erhalten, hat sich unser Verein zum Ziele gesetzt", sagt sie. Dazu gehöre die Brauchtumspflege ebenso wie die Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten der heutigen Zeit, die Pflege gewachsener Strukturen sowie deren behutsame Fortentwicklung. Die Vorsitzende: "Dies ist auch in den kommenden Jahren unser gemeinsames Anliegen. Denn eine intakte dörfliche Gemeinschaft ist nur dort möglich, wo einer auf den anderen zugeht, wo Alt und Jung sich die Hand reichen." Beachtliches hat der Verein beim Aufbau der Jungenwaldhütte geleistet. Nachdem die Hütte abgebrannt war, wurde sie 1992 nochmals von der Ortsgemeinde aufgebaut und dem HVV in die Trägerschaft übergeben. Er hat die Stromleitung dorthin verlegen lassen, eine Theke mit Kühlschrank eingebaut und mit Gardinen geschmückt. Die Hütte mit Kamin bietet rund 50 Personen Platz. Ein überdachter Grill und ein Toilettenhäuschen fehlen natürlich auch nicht. Hüttenwart Willi Winter: "Das ganze Jahr über ist die Hütte belegt. Hochsaison ist von Mai bis September."

Text und Bild: Dietmar Scherf, © Trierischer Volksfreund 2006


Thommer Mundarttheater

nach oben
Mundart-Theater (2015)

Theater_2015Thomm. Köstlich amüsierten sich 700 Zuschauer über die Inszenierung der Krimikomödie "Mord im Hühnerstall" unter der Regie von Agnes Resch.

"Die Leiche muss verschwinden", sagen sich Lisbeth (Petra Kritzke) und Sophie (Wilma Andres), als Alfons (Manfred Mattes) plötzlich regungslos daliegt und keinen Mucks mehr macht. Doch wohin mit ihm? In einen Teppich? In die Regentonne? Jedenfalls wechselt der arme Alfons bis zum nächsten Morgen ein paarmal das Versteck und wandert schließlich vom Kartoffelsack in die Futterkrippe. Denn nicht nur Lisbeth und Sophie glauben, den Toten auf dem Gewissen zu haben. Auch dessen Spezi Karl-Josef (Willi Mattes) fühlt sich schuldig und überlegt, ob man Alfons nicht besser gleich im Brunnen versenken sollte. Doch der Hühnerstall erweist sich erst mal als die bessere Alternative.

Die Ermittler in dem Stück erinnern an bekannte Fernsehsendungen: Da ist einmal der Schimanski vom Vorderen Hochwald (Josef Kritzke), der für die Krombernstippcher seiner Mutter gern die Ermittlungen ruhen lässt - und schließlich Kriminalkommissar Horst Derrick (Matthias Sauer) und sein Kollege Harry Kleiner (Lars Reusch). Die zwei Kriminaler sind inkognito unterwegs und kommen mit dem Fahrrad. Da heißt es dann nicht: "Harry, fahr schon mal den Wagen vor", sondern "Harry, park schon mal das Fahrrad!" Doch bevor es überhaupt einen Mordfall gibt, geht es rund auf der Bühne: Alfons und Karl-Josef steigen zwei adretten Feriengästen (Lena Steffes und Beate Glar) nach und lassen sich von den kauflustigen Frauen ausnehmen wie eine Weihnachtsgans. Mit einer irrwitzigen Tarnung versuchen Lisbeth und Sophie (die Schwestern der beiden Freunde), Schlimmeres zu verhindern - mit fatalen Folgen.

Die Laiendarsteller aus Thomm sind ein eingespieltes Team, die nun bereits fast 20 Jahre zusammenspielen und viele Fans auch über die Ortsgrenzen von Thomm haben. Die Vorsitzende des HVV, Hannelore Weber, bedankte sich bei allen Akteuren und Helfern (die sie Theaterfamilie nennt) für ihre glanzvolle Leistung und das gute Miteinander. Die Mitwirkenden sind: Andreas Michels (Bühnenbauer), Steffi Wilkin (Bühnenbild), Silvia Molitor und Hans Strauch (Requisite), Günther Schmitt (Technik) sowie Franz Antretter (Film).

Mundart-Theater (2013)

theater 2013Rund 750 begeisterte Zuschauer haben am Wochenende (8./9./10.11.2013) im Thommer Bürgerhaus bei drei Vorstellungen das Laien-Theaterstück "Wer nicht hören will, muss fühlen" gesehen. Lachsalven und viel Applaus prägten die Abende.

Thomm. Tränen in den Augen und Bauchschmerzen vor lauter Gelächter hatten am Wochenende bei drei Aufführungen im Bürgerhaus rund 750 äußerst zufriedene Besucher. Die Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, Hannelore Weber, hatte die Gäste wie immer in Mundart begrüßt. "Et gäht gleich loss", sagte sie und war erleichtert, dass alle Darsteller nach sechs Monaten Proben gesund und bestens drauf waren. "Bestens drauf" war allerdings weit untertrieben, wussten die Darsteller doch in ihren Rollen beim Dreiakter von Beate Irmisch zu glänzen, ohne beim Text ins Stocken zu geraten.

Es war einfach ein Abend der den Alltag vergessen ließ und noch lange in der Kategorie "nicht vergessen" haften bleibt. Den ersten Applaus gab es für das Bühnenbild. Ein Wohn-/Esszimmer mit der Einrichtung von vor einigen Jahrzehnten präsentiere sich den erwartungsvollen Gästen. Knapp vier Stunden hatten dann Intrigen, Verwechslungen und Verwirrungen die Oberhand. Der Inhalt: Junggeselle Matti (Manfred Mattes) ist ein altes Vehikel, so seine Schwestern Helma (Wilma Andres) und Josefa (Petra Kritzke), und will sich nicht anpassen. Vor lauter Übermut stellt er täglich Dummheiten an. Die Schwestern engagieren, genervt und stinksauer, eine Polin (Lena Steffes) als Rundumbetreuung für ihren Bruder. Ein junges gut aussehendes Mädchen wird versprochen. Ordentlich beschwipst erwarten Matti und seine Freunde (Hans Strauch und Willi Mattes) die neue Perle. Doch Matti hat in seinem Glücksrausch vergessen, dass er seine Bude an Harry (Josef Kritzke), Ernas (Marita Otto) Mann zwecks Stelldichein vermietet hat. So passiert es dann, dass im Eifer des Gefechtes Harry's Liebchen (Beate Glar) mit der Polin verwechselt wird. Die Pflegedame ist es schließlich, die wieder Klarheiten in Thomm schafft und für ein glückliches Ende sorgt.

Text und Bild: Dietmar Scherf, © Trierischer Volksfreund 2013

Mundart-Theater (2011)

theater
                                                          2011Thomm. Wenn der Heimat- und Verkehrsverein Thomm (HVV) zum Mundarttheater einlädt, bleibt kein Stuhl mehr frei: Die Vorstellungen sind in Windeseile ausverkauft. So auch in diesem Jahr. Die Zuschauerränge im Bürgerhaus sind proppevoll, als der Vorhang aufgeht. Den ersten Applaus gibt es für das Bühnenbild. Zuvor hatte HVV-Vorsitzende Hannelore Weber die Zuschauer auf Platt begrüßt. "Wat ass dat en Offrejung", sagte sie einleitend ("Was ist das eine Aufregung"). "Offgerescht" waren die Mitwirkenden allerdings nicht. Sie verstanden es, die in sechsmonatiger Arbeit einstudierten Texte prächtig zu interpretieren.

In diesem Jahr stand ein Lustspiel in drei Akten von Beate Irmisch auf dem Programm:
"Amore mio im Hinterhof". Die Pointen und Sprüche, der Tumult auf der Bühne sowie die gut gespielten Wirrungen und Irrungen begeisterten die Gäste. Nur schallendes Gelächter und Szenenapplaus unterbrachen gelegentlich das Treiben auf der Bühne. Oder das Grinsen der Akteure, die sich selbst über ihre Witze amüsierten. Der Inhalt: Siggi, Egon und Oskar sind pensioniert, wissen jedoch mit ihrer Freizeit überhaupt nichts anzufangen. Sie nerven ihre Ehefrauen und mutieren zur Plage. Einer wird zum Hypochonder, der nächste schnitzt nur noch Vogelhäuschen, und Oskar steckt mitten in einer Krise. Alles ändert sich schlagartig, als Adelheid Amsel, eine geschiedene, dralle Blondine, und ihr angeblicher Bruder, ein feuriger Italiener, ins Spiel kommen. Es wird gebalzt auf Teufel komm raus, und die komplette Hinterhofgesellschaft steht auf dem Kopf. Dabei fällt so mancher auf die Nase, und nur Oma Selmchen Schrot behält Übersicht und Nerven. Nach mehr als drei Stunden Theater wird die Leistung der Darsteller von den Gästen mit reichlich Applaus belohnt.

Die Darsteller und Helfer: Wilma Andres, Josef Kritzke, Marita Otto, Kurt Rosenkranz, Manfred Mattes, Petra Kritzke, Werner Heinsdorf, Lena Steffes, Beate Glar, Matthias Sauer, Hans Strauch, Agnes Resch, Sylvia Molitor, Willi Mattes, Andreas Michels, Stefanie Wilkin und Günther Schmitt.

Text und Bild: Dietmar Scherf, © Trierischer Volksfreund 2011

Mundart-Theater (2010)

theater
                                                          2010Thomm. Die Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, Hannelore Weber, ist begeistert angesichts der vielen Besucher. Zu der ersten Vorstellung begrüßt sie in Thommer Mundart die vielen Ruwertaler und Moselaner. "Die Thommer kommen bei den anderen Aufführungen", erzählt sie. Für sie ist die Zeit vor dem Start "so aufregend wie in allen Jahren". Sie ist beruhigt, wenn alle Mitwirkenden im Bürgerhaus sind und niemand krank geworden ist.  In diesem Jahr steht das Stück "TuS Wadenkrampf im Showfieber" auf dem Programm. Die Thommer Schauspieler haben sich das Stück von Beate Irmisch aus Salmtal besorgt. Auch sie ist Laien-Darstellerin und weiß daher bestens, was die Theatergruppen im Lande gern auf der Bühne präsentieren. Sie hat bereits 13 Stücke geschrieben, die sehr viel Anklang sowohl bei den Akteuren als auch beim Publikum gefunden haben. Nach der Aufführung ihres Stückes lobt sie die Darsteller. "Perfekt", sagt sie. 

In Thomm haben rund 660 Menschen große Freude an der Aufführung. Der Tumult auf der Bühne, die gelungenen Pointen und flotten Sprüche begeistern, reißen zu herzhaften Lachern hin und bringen den Mitwirkenden reichlichen Szenenapplaus. Gelegentlich stockt die Darbietung, wenn auch die Schauspieler selbst über eine gelungene Szene oder einen eifrigen Wortwechsel lachen müssen.  Der Inhalt des Stückes: Der TuS Wadenkrampf von Wadenhausen will sein 75-jähriges Vereinsjubiläum feiern. Die Altherren-Mannschaft will das Fest vorbereiten. Doch "Guter Rat ist teuer" heißt es auch in Wadenhausen, denn es soll kein langweiliger Abend, sondern eine mitreißende Show werden. Als die Frauen der Fußballer von einem möglichen Auftritt leichtbekleideter Damen erfahren, wollen sie auch mitmischen. Sie planen nun selbst einige Showeinlagen, was den Männern nicht so richtig behagt. Die Thommer Darsteller steigern sich im Laufe des Theaterstücks immer mehr und werden am Ende mit rauschendem Beifall und "Bravo"-Rufen belohnt. Es wirkten mit: Willi Mattes, Beate Glar, Kurt Rosenkranz, Josef Kritzke, Marita Otto, Manfred Mattes, Petra Kritzke, Lena Steffes, Wilma Andres, Matthias Sauer und Hans Strauch. Als Regisseurin und für die Requisite waren Agnes Resch und Silvia Molitor verantwortlich. Der Bühnenbau und die Technik lagen in den Händen von Andreas Michels, Paul Michels und Günther Schmitt.

Text und Bild: Dietmar Scherf, © Trierischer Volksfreund 2010

Mundart-Theater (2007)

theater 2007Thomm.  Drei Aufführungen hat sich die Theatergruppe in diesem Jahr vorgenommen. Und zum 20-jährigen Bestehen des "Muttervereins", des HVV, sollte es eine besondere Darbietung werden. Doch die rund drei Stunden dauernde Komödie überzeugte die Zuschauer und spiegelte das große Engagement und Können der Darsteller wider. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Hannelore Weber, wie auch das Stück in perfekter Thommer Mundart, wurde auf der Bühne eine Inszenierung geboten, deren Qualität von Laiendarstellern kaum zu überbieten ist. So ist denn auch reichlicher Szenenapplaus und schallendes Gelächter am Abend die Regel.

Wie die Schule im Ort wieder Schüler bekommt
"Im Dunkeln ist gut munkeln" ist die Komödie überschrieben. Und gemunkelt wird viel im Stück, so kommt es denn auch zu allerlei Verwicklungen und Verwirrungen, bei denen auch schon einmal ein Pantoffel in die Zuschauerränge fliegt und die Darsteller plötzlich nicht mehr weiter spielen können. Dies aber nicht, weil sie ihren Text vergessen haben, sondern weil sie selbst über ihre Sprüche und eigene Schauspielkunst versteckt, aber für den Besucher deutlich sichtbar, lachen müssen. Der Inhalt des von Agnes Resch einstudierten Theaterstückes: Wegen der zu geringen Kinderzahl im Ort soll die Schule geschlossen werden. Der Ortsbürgermeister (Werner Heinsdorf) und sein Ratsmitglied (Hans Strauch) schmieden daher mit der vermeintlichen Regierungsangestellten (Beate Glar) ihre Pläne. Indessen hat Frau Bürgermeister (Wilma Andres) mit dem Hausmeister der Grundschule (Josef Kritzke), dem Pater Bonifaz (Michael Schabo), einer Verbündeten (Petra Kritzke) und der Apothekerin (Marita Otto) einen Plan gegen die Schließung der Schule ausgeheckt. Zwischendrin turtelt Bürgermeistersohn Robert (Matthias Sauer) mit der Regierungsangestellten, die aber in Wirklichkeit eine Reporterin des TV ist. Und um das Chaos perfekt zu machen, verbündet sich der schwerhörige Opa Hermann (Willi Mattes) mit der Nachbarin (Lena Steffes), sie spielen ihre Rollen bemerkenswert gut. Bevor die Schule gerettet werden kann, passiert so manches Unvorhergesehene, bei dem auch 1000 Viagra-Tabletten eine große Rolle spielen. Die Aufführung gelingt auch deshalb so gut, weil hinter den Kulissen, an der Technik und hinter den Theken, viele gute Geister für einen optimalen Ablauf sorgen.


Text und Bild: Dietmar Scherf, © Trierischer Volksfreund 2007

Mundart-Theater (2005)
theater 2005THOMM. Tolle Leistung in Thomm: Dreimal war das Bürgerhaus beim Theaterstück "Je oller, desto toller" ausverkauft. Insgesamt sahen 660 begeisterte Gäste die Aufführung der Aktiven des Heimat- und Verkehrsvereins. Vorsitzende Hannelore Weber hatte an allen drei Tagen die Besucher stilgerecht in perfektem Thommer Platt begrüßt. Unter ihnen viel Prominenz, "die ewwer freiwöllig hei sein, weil se Fans vön usem Theater sein". Doch nicht nur die "Hochrangigen" freuten sich über das Können der Mitwirkenden, sondern auch bemerkenswert viele Gäste aus den umliegenden Orten. Die Chefin: "Ich stehe jeden Abend Todesängste aus, bis alle auf der Bühne stehen. Die Vorstellung, einer der Hauptakteure würde plötzlich ausfallen, und die Aufführung müsste abgesagt werden, ist grausam." In diesem Jahr waren alle Akteure an Bord, als es galt, mit viel Klamauk und gelungenen Sprüchen das Publikum zum Lachen zu bringen. Bestens aufgelegt waren dabei Willi Mattes, Werner Heinsdorf, Michael Schabo, Lena Steffes, Marita Otto,Wilma Andres, Beate Glar, Matthias Sauer, Josef Kritzke, Petra Kritzke und Hans Strauch. Sie verstanden es, die von Andreas Michels und Pauli Michels anspruchsvoll gestaltete Bühne in ein wahres Tollhaus voller Intrigen und Widersprüche zu verwandeln. "Je oller, desto toller" ist abgestimmt auf Opa Ludwig, der 75 Jahre alt wird. Er hat einen von allen belächelten "Spleen", denn er funkt regelmäßig mit "Außerirdischen". Bei der feuchtfröhlichen Geburtstagsfeier gibt es ein außergewöhnliches Geschenk. Die Gäste bringen Opa Winni McDudel, einen schottischen Hobby-Ufologen mit. Zwischendrin geistern tatsächlich die grünen Männchen auf der Bühne herum. Als aber Opas "Außerirdische" schließlich ins Netz gehen, ist die Überraschung groß. Denn sie erweisen sich als sehr "irdische" Erscheinungen, und selbst für Opas Funkkontakte gibt es eine sehr menschliche Erklärung. "Ein tolles Stück", schwärmt die Vorsitzende, die nicht nur ihre Darsteller, sondern auch Silvia Molitor für die beschafften Requisiten und Günther Schmitt für die Technik lobt. Ihr besonderer Dank geht an Agnes Resch. Hannelore Weber: "Ohne sie wären die Proben und Aufführungen nicht so gut gelaufen. Sie denkt einfach an alles und regelt jede Kleinigkeit." Sie könne locker eine Firma für Logistik leiten, denn Agnes Resch habe immer "den Plan in der Tasche" und sei "fir de Trupp nöt wegzedenken". Die drei Aufführungen waren für den Heimat- und Verkehrsverein ein riesiger Erfolg. Sie zeigten den guten Geist unter den Aktiven, die sich damit wieder als eine Vereinsfamilie bestätigt haben. Der Verein ist ein fester Bestandteil im Thommer Kulturleben.

Text und Bild: Dietmar Scherf, © Trierischer Volksfreund 2005

Mundart-Theater (2003)
theater 2003THOMM. Dreimal ausverkauftes Haus - was will man als Veranstalter mehr? Der Heimat- und Verkehrsverein hat mit seinem Theaterstück "Oh Gott, die Familie!" mehrere hundert Besucher erfreut. "Etwas Aufregenderes als Theater gibt es nicht", stellte die Vorsitzende des Vereins, Hannelore Weber, vor der letzten Veranstaltung fest. Sie sei immer aufgeregt "wie den Deiwel", erklärte sie in Thommer Platt, bis alle Darsteller im Umkleideraum seien und somit sicher sei, dass keiner ausfalle. Dann knistere es vor Spannung hinter dem Vorhang, bis die Akteure endlich auf die Bühne dürften. Doch vorher begrüßte Weber alle Thommer einschließlich der Neubürger, die bei dieser Gelegenheit auch mal den heimischen Dialekt lernen könnten. Grüße richtete sie an die Freunde aus Fell, "mit denen wir 300 Jahre lang Schiefer abgebaut haben", und die vielen Theaterfreunde aus den umliegenden Ortschaften. Das Stück wurde von den Laien-Schauspielern bestens "rübergebracht" und mit großem Elan gespielt. Der Inhalt: Ein junges Paar, gespielt von Beate Glar und Michael Schabo, will heiraten. Das größte Problem der beiden sind ihre Familien (Wilma Andres, Petra Kritzke, Werner Heinsdorf und Manfred Mattes). Sie sind grundverschieden, und so sind Streit und Ärger bei jedem Treffen programmiert. Deshalb will sich das Paar von einem Dorfpfarrer in einer einsamen Hütte ohne die Familien trauen lassen. Doch sie haben die Rechnung ohne ihre Eltern gemacht. Dummerweise vertrauten sie einem Mitglied ihrer Familie den Aufenthaltsort an. Und so stört dann nicht nur die resolute Hüttenwartin Klara (Magdalena Steffes) ständig die traute Zweisamkeit - plötzlich stehen die beiden Familien unerwartet vor der Tür und der Ärger beginnt. Zudem wollen der Vater des Bräutigams und Opa Johann (Willi Mattes) im nahen Nachtclub "La Bomba" etwas erleben. Dabei geraten sie aber nicht nur an den Türsteher (Matthias Sauer), sondern bringen auch die Pfarrhaushälterin Leonie (Marita Otto) an den Rand der Verzweiflung. Mit Einfallsreichtum und einer List kann das Brautpaar am Ende doch noch seine Traumhochzeit zu zweit feiern. Denn vor lauter Streit und Zank verpassen beide Familien den eigentlichen Hochzeitstermin. Lachsalven sorgen für Atemnot: Klar, dass es bei den ganzen Wirrungen und lautstarken Meinungsverschiedenheiten heftig auf der Bühne zugeht und die Besucher wegen der vielen Lachsalven kaum zum Atmen kommen. Für den Bühnenbau und die Technik waren Andreas Michels, Pauli Michels und Günter Schmitt verantwortlich. Hinter den Kulissen sorgten Silvia Molitor und Hans Strauch für die nötigen Requisiten. Hannelore Weber: "Un die wichtigst Persön, öhne die hei neist ging, die weil nomöl öhne Baldrian schlofen kann, wor Regisseurin Agnes Resch."
Text und Bild: Dietmar Scherf, © Trierischer Volksfreund 2003

St. Nikolaus
nach oben
st. nikolausTHOMM. Am 5. Dezember zieht der Nikolaus in Thomm von Haus zu Haus. Er besucht nicht nur Kinder, sondern auch Frauen, die aufopferungsvoll die Eltern pflegen. Auch der Ortsbürgermeister bekommt ein kleines Dankeschön. Ruten verteilt der Nikolaus nicht. Er hält auch keine Moralpredigten und lässt sich nicht zum Erziehungshelfer machen. Im Bischofsgewand, mit dem goldenen Buch und dem Stab in der Hand, besucht er seit 15 Jahren am Nikolausabend nicht nur Häuser in denen Kinderaugen leuchten. Hannelore Weber, Vorsitzende des Heimat- und Verkehrvereins, hat den alten Brauch, der jahrelang auf Eis lag, belebt. "Es ist eine besondere Atmosphäre, wenn der Nikolaus in den Häusern vorbeischaut", sagt Weber. In ihrem Arbeitskollegen Wilhelm Wolf hat sie den richtigen Mann gefunden, der einmal im Jahr in die Rolle des Bischofs von Myra schlüpft. Er spielt gerne den Heiligen, "die Stimmung in den Häusern ist meist knisternd, wenn ich zur Tür hereinkomme". In stressige Situationen gerät der Mann mit dem langen weißen Bart nur, wenn Kinder sehr wortkarg sind. Wenn die Kommunikation zu sehr stockt, kommt der heilige Mann schon mal ins Schwitzen. Hannelore Weber begleitet den Nikolaus, sie zeigt ihm den Weg zu denjenigen, die seinen Besuch erwarten, oder zu denjenigen, die überrascht werden sollen. Denn etwas unterscheidet die Brauchtumspflege in Thomm von der in anderen Gemeinden: Der Nikolaus besucht nicht nur die Kinder, sondern gerät gewollt auf "Abwege". Dort ist der Nikolaus auch zu Gast in Häusern, in denen Erwachsene leben, denen für besondere Leistungen gedankt werden soll. "Da ist das Ehepaar, das unter Hintenanstellung persönlicher Bedürfnisse über viele Jahre die schwerstpflegebedürftigen Eltern zu Hause betreut und ihnen so den Weg in ein anonymes Pflegeheim erspart", sagt Hannelore Weber. Oder ein herausragendes ehrenamtliches Engagement für einen Verein oder die Gemeinde wird gewürdigt. Auch bei Ortsbürgermeister Ottmar Brittner schaut der Nikolaus vorbei. "Über Ortsbürgermeister wird immer viel geschimpft, und es wird ganz vergessen, was sie das ganze Jahr über für die Gemeinde leisten", sagt Weber. Der Nikolaus sieht es, und honoriert es mit einem Besuch, einem Dankeschön und einem Stück Lebkuchen. Bei einer 87-Jährigen, die alleine lebt, wird der gute Mann in diesem Jahr unangemeldet hereinschneien, und "Zugezogenen" wird er einen Besuch im neuen Eigenheim abstatten. Er wird fragen, wie sie sich eingelebt haben, und ihnen mit der Stippvisite einen unvergesslichen Moment bescheren.
Text: Katja Krämer, © Trierischer Volksfreund 2004

Vorstandswahlen des Heimat- und Verkehrsvereins Thomm am 6. Jan. 2012
nach oben
Thomm. Nachdem die Vorsitzende Hannelore Weber die Sitzung eröffnet hatte, berichtete Schriftführer Norbert Baden über die Aktivitäten seit der letzten Vorstandswahl. Neben den Wanderungen waren die Aufführungen der vereinsinternen Theatergruppe die publikumswirksamsten Aktivitäten. Zudem bestimmten auch Arbeitseinsätze bei der Dorfkirmes und der Instandhaltung der Jungenwaldhütte sowie die Bildung des Arbeitskreises Dorfchronik das Vereinsleben. Schatzmeister Alwin Michels berichtete von einer gesunden Kassenlage. Der detaillierte Ausgaben- und Einnahmebericht ließ Raum für die Hoffnung, in der Zukunft weitere Maßnahmen angehen zu können. Ortsbürgermeister Hans-Peter Michels dankte dem Vorstand für die gemeinnützige Arbeit zum Wohle der Gemeinde mit der gleichzeitigen Bitte, diese auch in der Zukunft fortzusetzen, damit auch solche Projekte angegangen werden könnten, welche aus öffentlichen Mitteln so nicht zu finanzieren wären. Nach einer allgemeinen Aussprache der Mitglieder und Dankesworten der Vorsitzenden, verbunden mit dem Wunsch, "den guten Geist", der im Verein vorherrscht, mit in die Zukunft zu nehmen, endete der Abend mit einem gemütlichen Beisammensein.

Vorstand: Erste Vorsitzende: Hannelore Weber, zweiter Vorsitzender: Simon Schabo, Schriftführer: Norbert Baden, Schatzmeisterin: Marlene Mattes, Hüttenwartin und Beisitzerin: Antonia Weber, Wanderwart und Beisitzer: Hermann Weber. Als Kassenprüfer wurden Wilma Andres und Michael Stroeher gewählt.
© Trierischer Volksfreund 2012

Thommer Brunnen
nach oben
pergen boor

thommer boor
alter born
hierzuland neuer
                    dorfbrunnen november 2005
Der Pergenboor an der Ecke Triererstr./ Waldracherweg, im Hintergrund das Göttenskreuz, geschmiedet vom langjährigen Bürgermeister Peter Götten. Im Vordergrund "Gramberts Kläs'chen", ein alter Junggeselle, verstorben 1917
Thommer Boor, Arbeitseinsatz im Frühjahr 1988 Thommer Boor, 2005 Neuer Dorfbrunnen, 2005






Thommer Viezlied
nach oben

Off em Thommer Heest stäht en Apelbom, de wiest so scheen.
Off em Thommer Heest stäht en Apelbom, de wiest so scheen.
Un dorous keltern mir, kä Wein un och kä Bier,
mir machen de gouden Thommer Viez.

Wenn ä souer äs un sich löft den Hut, da schmacht ä gut.
Wenn ä souer äs un sich löft den Hut, da schmacht ä gut.
Un dobei eaßen mer ger, 'n Kees- oder 'n Blutwöschtschmeer,
bei de gouden, ränen Thommer Viez.

Weil souer lustig mät, höm mir so viel Fräd bei usem Viez.
Weil souer lustig mät, höm mir so viel Fräd bei usem Viez.
Ihr Leit macht leer dat Faaß, dann höt dir och viel Spaß,
bei dem gouden, ränen Thommer Viez.

Un solang om Heest noch dat Bämchi wiest, machen mir Viez.
Un solang om Heest noch dat Bämchi wiest, machen mir Viez.
Kommen mir speder dann, owen beim Petrus ran,
dann nur mät em Perzi voll Thommer Viez!

(Melodie: Tief im Odenwald, Text: Hannelore Weber)

Siehe auch: Thommer Bergmannslied, Thommer Heimatlied (Gemeinde Thomm)


nach oben
Links
Impressum
Heimat- und Verkehrsverein Gusterath
Heimat- und Verkehrsverein Lorscheid

Gemeinde Thomm
Heimat- und Verkehrsverein Thomm
1. Vorsitzende Hannelore Weber
54317 Thomm, Sommergasse 8, Tel. 06500/8211


Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten  Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

counter.de