Gemeinde Thomm

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Neue Barbarafigur für Thomm

Einsegnung der „alten neuen Barbarastatue“

Pünktlich zum Fest der Heiligen Barbara am 4. Dezember wurde die Barbarastatue im Festhochamt am 06. Dezember 2020 durch Pastor Willmes gesegnet und eingeweiht. Die Figur war festlich geschmückt und beleuchtet. Man kann sie in der Kirche besichtigen. Schließlich ist und war die Pfarrkirche in Thomm schon immer dem Hl. Paulus und der Hl. Barbara geweiht. Im Bestand und Lagerbuch der Kirche von Thomm werden bereits 1831 diese beiden Figuren genannt, es sollen zwei alte Holzfiguren aus der Barockzeit gewesen sein.

Der Gedanke für eine neue Figur hatte der Heimat- und Verkehrsverein bei den Vorbereitungen zum 50-jährigen Kirchenjubiläum im Jahr 2015.

Die passende Barbarastatue aus Terrakotta wurde von Michael Stolz beim Antikhändler Kottmeier in Trier entdeckt. Die Figur ist 120 Jahre alt, 1,50 m hoch, noch bestens erhalten und sah der alten Barbarafigur sehr ähnlich, die bis 1945 in der alten Pfarrkirche gestanden hat. Wurden doch beide um 1900 vom gleichen Händler Carl Walter aus Trier hergestellt.

In Judith Höllen aus Osburg fand man eine Restauratorin, die mit Liebe die Statue in vielen Arbeitsstunden kostenlos restaurierte und zu einem Schmuckstück hat werden lassen.

Den Kelch, den die Heilige in der rechten Hand hält, symbolisiert die Sterbekommunion und kennzeichnet sie so als Sterbepatronin. Zu ihren Füßen der dreifenstrige Turm. Der Turm, das bedeutendste Bestimmungsmerkmal der heiligen Barbara, ist das Symbol jeglicher Gefangenschaft. Er vereinigt zeichenhaft die drei Bauwerke, die im Leben der Heiligen eine Rolle gespielt haben: den Wohnturm, in dem Barbara von ihrem Vater eingeschlossen worden war, das Badhaus, in das Barbara drei Fenster als Zeichen ihrer Verehrung der Heiligen Dreifaltigkeit hatte einbauen lassen, und das Gefängnis, in dem das Mädchen sein Martyrium erleiden musste.

Als nächstes soll die Figur noch an einem angemessenen Schiefersockel an die Altarwand befestigt werden. Dies wird voraussichtlich im Januar 2021 erfolgen.

Finanziert wurde die 2.000 € teure Statue von vielen Privatspendern, der Bergmannskapelle Thomm, dem Jugendclub Thomm und vom Heimat- und Verkehrsverein.

Damit soll die jahrhundertealte Bergbautradition weiter gefördert und lebendig erhalten werden.

 

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